Es komme darauf an, sich immer wieder neu auf das Älterwerden einzustellen. So sei ein weiterer Aspekt bewussten Alterns der freundliche Umgang mit dem eigenen Körper und das Wahrnehmen der Signale, die er dem Menschen sendet. Wird in jungen Jahren der Körper oft als Diener angesehen und benutzt, so braucht er im Alter mehr die Aufmerksamkeit und Achtsamkeit einer gereiften Person. Er ist der letzte Verbündete im Alter. Doch sei es auch im letzten Drittel des Lebens nicht zu spät, zementierte Verhaltensmuster und Bilder vom „Alter“ abzulegen und sich neuen Entwicklungen zu öffnen. Dabei komme es immer darauf an, sich den Herausforderungen zu stellen, ohne sich dabei zu überfordern.
Altern ist ein Prozess, der eigenverantwortlich gestaltet werden kann. Es sei eine große Chance der heutigen Generation, das Leben nach dem 60. Lebensjahr bewusst anzunehmen und den Ängsten und falschen Erwartungen vor dem Älterwerden entgegenzutreten, so Hartmut und Hildegard Radebold. Die eigene Wertschätzung im Alter spiele dabei eine große Rolle. Auch wenn es eine Selbstverständlichkeit sein sollte, lohne es sich immer wieder zu betonen, dass das Alter einen Wert an sich hat, den ihm niemand nehmen kann, sagte Ehepaar Radebold.
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